Acker statt Beton

Gewerbeansiedlung? Gerne, aber…

Wir freuen uns über jeden Betrieb, der in der Gemeinde Friedland lebensnotwendige Dinge für den regionalen oder überregionalen Bedarf herstellen will. Die jüngste Entwicklung zeigt, wie wichtig regionale Produktion und Versorgung mit bestimmten Gütern ist. Dazu zählen nicht nur Energie und Grundnahrungsmittel, sondern aktuell z. B. auch Medizintechnik, Impfstoffe sowie Desinfektions- oder Arzneimittel.

Wir sind deshalb offen für eine vernünftige Gewerbepolitik. Aber:

Die Bebauung und Vermietung eines Gewerbegebietes durch einen einzigen Projektentwickler lehnen wir ab.

Die Gemeinde würde damit die Mitsprache bei der Auswahl der anzusiedelnden Betriebe und Mieter verlieren. Die Bebauung muss sich nach den Bedürfnissen der Gewerbebetriebe richten und darf nicht durch die finanziellen Interessen eines Immobilienentwicklers bestimmt werden.

Logistikhallen? Nein, Danke!

Weltumspannende Warenströme und Lieferketten sind umweltschädlich und störungsanfällig. Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind jetzt wichtiger als Konsumsteigerung und Billigimporte.

Von einer ausufernden, energiefressenden Logistik profitieren nur Großunternehmen, die in Friedland weder Arbeitsplätze schaffen noch Steuern zahlen werden. Dieses Geschäftsmodell wird keine Zukunft haben!

Die Zukunft gehört der Wiederbelebung regionaler Wertschöpfungsketten durch Herstellung und Verarbeitung vor Ort. Sie muß Vorrang erhalten.

Eine Nutzung des Gewerbegebietes durch Logistikunternehmen lehnen wir deshalb ab.

Photosynthese statt Photovoltaik:

Stromerzeugung ist niemals nachhaltig oder klimaneutral. Photovoltaik darf deshalb gerne aufs Dach – aber nicht auf den Acker!

Ackerflächen, Grünland und Wald müssen für nachhaltige, natürliche Energiegewinnung durch Photosynthese erhalten bleiben.

Photovoltaikanlagen auf den angrenzenden Ackerflächen lehnen wir deshalb ab.

Entlang der A 38: Schallschutz, Sichtschutz, Energiespeicher!

Wir wollen unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte, schöne und gesunde Umwelt in der Gemeinde hinterlassen.

Keine weitere Flächenversiegelung!

Wir können Sinnvolleres tun als immer mehr Landschaft zu zerstören:

Bäume pflanzen!

Die Aufforstung von Schallschutzstreifen entlang der A38 können wir als Bürger selbst übernehmen. Der Gemeinde würden keine Kosten entstehen, sie müsste lediglich die Flächen erwerben.

Mitmachen! Gemeinsam können wir eine Änderung des Flächennutzungsplanes durchsetzen.

Alle Bürger/innen, Dörfer, Gemeinderäte und Parteien in der Gemeinde Friedland sind herzlich eingeladen, diese Initiative zu unterstützen. Vielleicht werden wir uns auch mit einer eigenen Liste an den nächsten Kommunalwahlen beteiligen.

Viele Grüße aus Klein Schneen, Elkershausen, Deiderode und den anderen Dörfern der Gemeinde Friedland.

Marie Sophie von Schnehen

Tilman Ziegler Tel. 0160 90 10 78 14